Satans-Braten

Geschichten aus der Gastronomie und anderen lebensfeindlichen Orten

Traumberuf Koch

Ich habe von unseren Azubis einen Tip bekommen .

Und was interessiert euch das ?Nun , ich hätte gerne 50min eurer Zeit .

Zumindest , wenn Ihr mal ungeschönt erleben wollt , wie es in der Gastronomie mit Arbeitszeiten und Umgang untereinander aussieht .

Der WDR hat eine schöne Reportage gesendet mit dem Thema Traumberuf Koch .

Teil 1

Teil2

Teil3

Teil4

Teil5

Nun , was denke ich von dieser Reportage ?

Sie ist eigentlich ganz gut , auch wenn mir Dieser “Karsten” mir echt einen Hals vom feinsten beschert hat .

Einen 8Stunden Tag gerichtlich zu erzwingen , was für ein Lutscher , da suche ich mir doch einen anderen Job , wenn ich von 9-17 Uhr arbeiten will .

Und was macht der arme Kleine , wenn er 18 ist ? Dann muss er ran -freut mich , aber ich bezweifle echt , das die Lusche die Ausbildung wirklich fertig gemacht hat .

Aber seine Eltern sind auch nicht besser .

Ein Satz in der Reportage , trifft mein Alltag  ziemlich gut : ” Man muss für diesen Beruf ein Stück weit verrückt sein”

Ja liebe Leute , so ist es -sind wir nicht alle ein bisschen BLUNA ?

Das Probeessen

Jeder Lehrling sollte sich so gut wie möglich auf seine Prüfung vorbereiten .

Bei uns ist es Tradition , das unser Küchenchef seine private Küche zur Verfügung stellt , damit die Azubis Ihr Menü Prüfungsnah kochen können .

Ich war noch nie dabei , weil ich für gewöhnlich in meiner Freizeit einfach mal meine Ruhe möchte .

Aber ich habe mich bequatschen lassen -doch  habe es nicht bereut .

Nur , hätte ich gewusst , das mein Junior-Chef auch da ist , hätte ich es mir überlegt .

So einfach nur um euch den Mund wässrig zu machen , erzähle ich euch ,was es gab .

Pochierter Seeteufel auf Frühlingslauch mit geschmorten Kirschtomaten

***

Perlhuhnbrust in der Kräuterkruste mit glasierten Karotten ,Rahmwirsing und Kartoffelgratin

***

Apfelstrudel mit Vanilleeis und Sabayon

Ich fühlte mich wie einer von den Fernsehköchen , probieren , bewerten , mäkeln  .

In der Vorspeise hatte Sie kleine Fehler , den Hauptgang hätte ich fast bezahlt und das Dessert war eine optische Katastrophe , aber für die Generalprobe nicht schlecht . 

Allerdings , wie ich andeutete , war die Gesellschaft nicht die Beste .

Unser Juniorchef braucht eine Bühne und hat Sie durch die mir nicht bekannten Gäste auch bekommen -Sie fragten und fragten und fragten -und er stand im Mittelpunkt .

Ausserdem , hat er super leckeren Wein angeschleppt und ich musste noch fahren – verdammt .

Alles in allem , war der Abend aber nett und ungezwungen .

Ich habe dann unsere Köchin , den Juniorchef und seine Freundin nach Hause gefahren und damit war der Abend gelaufen .

Von mir aus können wir das gerne wiederholen , aber das kommt erst wieder im Sommer .

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